800 Jahre Bergbau

Der Mansfelder Kupferschieferbergbau
 
 
Unsere Region blickt auf 800 Jahre Kupferbergbau zurück. Damit stehen wir nicht allein, denn auch am Kyffhäuser und am Bottendorfer Höhenzug, am Richelsdorfer Gebirge, am Rand des Thüringer Waldes und des Flechtinger Höhenzuges hat es Kupferabbau gegeben.
 
 

Der Schwerpunkt der bergmännischen und der hüttentechnischen Aktivitäten lag aber in unserer Region. Hier nahm er intensiven Einfluss auf das Geschick, die Lebensumstände der hier lebenden und durch ihre Arbeit an ihn gebundenen Menschen. Hier hat er auch die Landschaft, die Umwelt nachhaltig verändert. Damit meinen wir nicht nur die weithin sichtbaren Halden.

Vermutlich aber ist die bergmännische Tätigkeit in unserem Raum viel älter, als es uns die schriftlichen Zeugnisse belegen können. Der Bergbau auf Kupferschiefer im Mansfelder Land wurde in den letzten Jahrzehnten von unseren Vätern und Großvätern erlebt und mitgestaltet. Dieser Fakt macht das einmalige Berg- und Hüttenwesen für uns noch interessanter.

Bestimmend für die Entstehung und Entwicklung des hiesigen Bergbaus war der Schwerpunkt der Kupferabscheidung mit seiner bauwürdigen Kupferführung hier im Mansfelder Land. 

Nach Angabe des damaligen Chronisten der ehemaligen Grafschaft Mansfeld, Cyriakus Spangenberg im Jahr 1572, soll der Anfang des Mansfelder Bergbaus auf das Jahr 1199/1200 zurückzuführen und auf dem Kupferberg bei Hettstedt von den beiden Bergleuten Nappian und Neucke begonnen worden sein.

Es wird aber auch heute noch immer wieder diskutiert, ob die Gewinnung von Kupfer aus Mansfelder Kupferschiefer nicht schon in prähistorischen Zeiten (Bronzeherstellung) begann.

Nähere Informationen unter  "Die Stollen im Mansfelder Kupferbergbaurevier" geschrieben Martin Spilker, Sangerhausen

Blick vom Sadtteil Süd in Sangerhausen

zum Thomas-Müntzer-Schacht und Schachthalde 

(in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts)